1961

Flugtag 1961 Hulb - Programm1 sm

Im „Vorprogramm“ am 2.September fanden Passagierflüge auf dem Fluggelände statt, dazwischen Kunstflug-Training der „Patrouille de France“. Am Aben war im Festzelt am Unteren See bunte Unterhaltung.

Am eigentlichen Groß-Flugtag, Sonntag, den 3.September, Begrüßung der Gäste durch den Schirmherrn des Flugtags Bundesverteidigungsminister Dr.Franz-Josef Strauß. Das Programm im Detail (aus Der Adler)

  • Vorführung französisches Kleinstflugzeug Jodel-Bebe (Brillinger, Ehningen)
  • Dreier-Absprung Frauen (Fallschirmklub Süd-West)
  • Dreier-Absprung „Skydivers“ 1000 m (Skydivers, US- Zivilspringer)
  • Verbandsschlepp von 3 Segelflugzeugen (Burda-Staffel, Offenburg)
  • Vorführung Motorsegler „Spatz“ (Fliegergruppe Kornwestheim)
  • Vorführung Do27 (Werkpilot Schäfer, Dornier)
  • Segelkunstflug auf Lo 100 (Max Beck, Schwäbisch Gmünd)
  • Kunstflug auf belgischem Tipsy-Nipper (Engelbrecht, Heidelberg)
  • Verzögerungsabsprung aus 1500 m Höhe (Walter Quadroni, Schweiz)
  • Kunstflug auf Nurflügelsegelflugzeug AV 36 (Lindner, Laupheim)
  • Verzögerungsabsprung aus 2000 m (Ganpaola, Italien)
  • Ballonrammen (Burda-Staffel, Offenburg)
  • Verzögerungsabsprung aus 2500 m (Lepkowski, Böblingen)
  • Verbandszirkus (Burda- Staffel, Offenburg)
  • Kunstflug auf Bücker 133 (Max Beck, Schwäbisch Gmünd)
  • Banneraufnahme (Burda-Staffel, Offenburg)
  • Verzögerungsabsprung aus 3000 m (Giuseppe, Italien)
  • Verzögerungsabsprung aus 4800 m (Graf Rinaldi (Italien)
  • Fallschirmschleppstart (Monsieur Lapadi, Frankreich)
  • Rettungsdemonstration auf verschiedenen Hubschraubern (Heeresflieger)
  • Kunstflug auf Piaggio P-149 (Hauptmann Lutz, Deutsche Luftwaffe, Diepholz)
  • Verbandsexerzieren mit 4 F-86 Düsenflugzeugen (kanadische Luftwaffe)
  • Einzelkunstflug auf Fouga-Magister (Woywode, Deutsche Luftwaffe)
  • Verbandskunstflug auf 3 Propellenflugzeugen T-6 (Deutsche Luftwaffe)
  • Verbandskunstflug auf 4 Fouga-Magister (gemischtes englisch-deutsches Luftwaffenteam)
  • Massenabsprung aus 2 Noratlas-Transportmaschinen (Deutsches Heer)
  • Verbandskunstflug des US „Skyblazers“-Team auf 5 F100 (US-Luftwaffe
  • Verbandskunstflug des französischen Überschall-Kunstflug-Teams „Patrouille de France“auf 12 Mystere IV A (französische Luftwaffe)

Einen guten Überblick geben die 3 Fotos von „Zaungästen“ mit Blick aus Richtung Böblingen (vor der Bahnlinie) zur Hulb von links nach rechts (im Hintergrund Daimler-Werk in Sindelfingen)

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Der Flugtag startete mit einem Dreier-Segelflugzeug-schlepp durch die Burdastaffel

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Dann sprangen die Frauen vom Fallschirmklub Südwest aus 500 m Anschließend die Eröffnungsansprache durch Dr.Seifriz. Nummer um Nummer des Flugsportprogramms wurde abgewickelt. Allein vier Motorflugzeuge waren einge setzt, um die vielen Fall- schirmspringer in die Lüfte zu befördern. Immer wieder fielen die Springer vom Himmel, bis zuletzt ein gesteuerter Verzögerungsabsprung aus 4200 m von Graf Rinaldi, dem Leiter der Springerschule Ticinese, den Absprüngen die Krone aufsetzte. Rinaldi mit seinen Kameraden, die Skydivers, wie auch Herr Lepkowsky und die Frauen vom Klub Südwest zeigten, über das ganze Programm verteilt, was Fallschirmspringen bedeutet. Zwischendurch huschte der Kornwestheimer Motorspatz über die Zuschauer, um kurz danach Lindner mit der AV36 für seinen gekonnten Kunstflug Platz zu machen.

Dann rauschte die unverwüstliche Dornier-Schäfer mit seiner Do27 heran und zeigte, was man mit einer Do alles machen kann.

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Max Beck zeigte mal wieder seinen edlen und doch rassigen Kunstflug auf der Lo 100 und Engelbrecht machte mit seiner Tipsy-Nipper nach seinen Kunstflugdarbietungen einen „Beschleunigungs-Durcheinander“. Daß die Burdastaffel mit ihrem Ballonrammen nicht fehlen durfte, war klar. Es knallte zur Belustigung der Zuschauer. Der Verbandszirkus der „Burdanessen“ war wie üblich Klasse. Die Burdastaffel absolvierte in Böblingen ihren 200.Flugtag.

Von einem Jeep wurde Monsieur Lapadi im Schlepp an einem 200 m langen Seil in die Höhe gezogen. Er schwebte statt von oben nach unten nach oben.

Anschließend zeigte Max Beck mit der Bücker 133 ein ausgefeiltes Kunstflugprogramm

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Die Heeresflieger rauschten mit ihren Hubschraubern über den Landeplatz. Die Allouette machte ihre bekannten Bocksprünge, während die H34 um die eigene Achse bewegte.

Dann demonstrierte Hauptmann Lutz auf der Piaggio PL149 großräumigen Kunstflug. InRiesenloopings, Turns, Kleeblättern und was es sonst noch alles so an Kunstflugfiguren gibt, drehte und wendete er seine schwere Maschine

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Anschließend startete das T-6-Team mit ihren drei 580 PS-Maschinen. Es war die Demonstration eines Kunstflugteams mit eine  geradezu geisterhaften Einfühlungsver- mögen in der Reaktion des Vor- bzw. Nebenmannes.

Dann setzten zwei Noratlas 60 in Böblingen stationierte Fallschirmjäger ab.der-adler-1961-1-massenabsprung-noratlas-der-deutsches-heer

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Die kanadische Luftwaffe zeigte mit ihren F86-Maschinen Verbandsexerzieren. Zwischenzeitlich kündigte sich mit Donner ein herannahendes Gewitter an.

Eine Fouga-Magister brauste heran und flog in etwa 10 m Höhe über der Landebahn um hochzuschießen und Einzelkunstflug zu in meisterhafter Form zu zeigen. Trotz des herannahenden Gewitters harrten die Zuschauer aus. Vier Fougas wiederholten die Einzelfiguren im Verband und zeigten selbst den von den „Skyblazers“ her bekannten „Bump burst“. um dann nach Schluß ihres Programms nach Echterdingen zur Landung zu fliegen.

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In der Zwischenzeit war es 17.05 Uhr geworden, des geplanten Überflugs der Skyblazers“. In Böblingen regnete es bereits, Blitze zuckten in unmittelbarer Nähe hernieder und trotzdem, kamen die „Skyblazers“. Sie zischten im Verbandsflug über den Platz und verschwanden in einer Regen- und Hagelwolke.

Nachdem der 19-minütige Wolkenbruch mit starken Hagelschlag vorbei war kam noch, nach Ausfall der „Skyblazers“, die große Schlußnummer des Programms.  Die „Patrouille de France“ mit 12 Überschallflugzeugen vom Type Mystere IV A wickelten ein 18 Minuten dauerndes Kunstflugprogramm trotz der geringen Wolkendecke ab. Sie brausten in geringfügigen Abständen über das Publikum in dauerndem Formationswechsel und zeichneten mit verschiedenfarbigen Rauchfahnen ihre Kunstflugfiguren in den Himmel. Sie verabschiedeten sich mit einem Rauchteppich in den französischen Nationalfarben. flugtag-1961-patroullie-de-france-ahrens-2 flugtag-1961-patroullie-de-france-ahrens-3

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